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REZENSIONEN



Weisser Oleander



Janet Fitch

24.05.07 Eine Frau so schön wie weisser Oleander und Gift für all jene, die ihr widerwärtig sind. Janet Fitch schildert in ihrem Debütroman ein Mutter-Tochter- Drama, im Kampf um Anerkennung, Identität und Liebe.


Verfasser der Rezension:
Franziska de Decker

Nach der Inhaftierung ihrer Mutter Ingrid wegen Mordes, ist die junge Astrid auf sich allein gestellt.
Astrids Leben wird zu einer rastlosen Odyssee von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Während dieser schweren Zeit wird sich Astrid auch über den dominanten Einfluss ihrer exzentrischen Mutter, einer Schriftstellerin, bewusst, den sie noch aus dem Gefängnis ausübt.
Sie hatte ihrer Tochter den Freiraum genommen, sich zu einer selbstständigen Persönlichkeit zu entwickeln und will aus ihr eine Kopie ihrer selbst machen.
Die Erlebnisse in den Pflegefamilien sind oft erschütternd und von Gewalt geprägt und Astrid muss nun hart um ihre eigene Identität kämpfen.
Doch trotz ihrer ganzen Verletzlichkeit, verfügt Astrid über große innere Kraft, die sich von der scheinbaren Stärke ihrer Mutter deutlich unterscheidet. Denn ihr sind andere Menschen, die sie gut behandeln, die sich ihr zuwenden, nicht gleichgültig. Aus dieser Gegensätzlichkeit von Mutter und Tochter gewinnt „Weißer Oleander“ vor allem seine emotionale Kraft, auch deswegen, weil beide sich trotz aller Konflikte, ja trotz des Grunddissenses zwischen ihnen, nie aus den Augen verlieren, so schwer es vor allem für Astrid auch sein mag.

"Weisser Oleander" führte über Monate die Bestsellerlisten der "New York Times" an, erscheint in mehr als zwanzig Ländern und wurde mit Michelle Pfeiffer in der Rolle von Astrids Mutter verfilmt.
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