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REZENSIONEN



Die Pest



Albert Camus

26.09.07 Als eines der bedeutendsten Romane der Résistance und der französischen Nachkriegsliteratur erschien 1947 „Die Pest“ von Albert Camus.


Verfasser der Rezension:
Franziska de Decker

Der Roman „Die Pest“ ist eine Reflexion aus distanziertem Blickwinkel über den Widerstand der Menschen gegen physische und moralische Zerstörung, bildet jedoch gleichzeitig einen wichtigen Bestandteil in Camus Philosophie, der Auseinandersetzung mit der Absurdität.
Denn für Camus ist der Tod folgerichtig ein absolutes Ende, das, genau wie das Leben, keinen Sinn hat. „…der Pestbazillus stirbt niemals aus oder verschwindet ...“

Die Fatalität des Todes spiegelt sich in der Agonie der Stadt Oran, die von der Pest heimgesucht und hermetisch abgeriegelt wird. Die Epidemie schafft absolute Gleichheit.
"Aber es war so, als habe die Pest sich auf ihrem Höhepunkt gemütlich eingerichtet und verrichte nun ihre täglichen Morde mit der Präzision und Regelmäßigkeit eines guten Beamten" (S.267).

Camus vermittelt die Alarmstimmung, die Gleichgültigkeit, schließlich die Sehnsucht nach Freiheit, die Hoffnung; gleichzeitig lotet sie perfekt die vielen moralisch-philosophischen Fragestellungen aus.
Leider fehlt es der Botschaft etwas an Spannung, Handlungsdichte und Detailtreue.


Albert Camus, 1913 in Mondovi/Algerien geboren, kam am 4. Januar 1960 Camus bei einem Autounfall in der Nähe von La Chapelle Champigny ums Leben. Er war mitten in der Arbeit an Le Premier Homme, einem autobiografischen Roman um seine Kindheit und frühe Jugend. Der Roman erschien posthum 1994 als Fragment.

Weitere Werke: „Der Fremde“ (1940), „Der Mythos des Sisyphos“ (1942), „Mensch in der Revolte“ (1951) „Der Fall“ (1956). 1957 erhielt Camus den Nobelpreis für Literatur

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